Juni 2016

"Erste Verbesserungen"

Bürgermeisterin empfängt Vorstand des SoVD-Kreisverband Heidekreis

 

WALSRODE. Der SoVD Kreisvorsitzende Jürgen Hestermann stattete Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring gemeinsam mit seinem Kreisvorstand einen „Kennenlern“ Besuch ab. Es kam zu einem regen Gedankenaustausch und zu ersten Anregungen aus den Reihen des SoVD. Erstes positives Ergebnis: Der Poller am Rathaus-Behindertenparkplatz wurde zurückgesetzt, so dass ein besseres Einparken möglich ist. Für einen zweiten Behinderten-Parkplatz läuft eine Anfrage.

Weiteres Ergebnis des Besuches: Der Sozialverband Heidekreis ist nun auch im Inklusions-Arbeitskreis der Stadt vertreten und hat dort bereits Kontakt zu den anderen Hilfsorganisationen aufnehmen können.

(Pressesprecher SoVD-Heidekreis Klaus Müller)

(Erschienen - Walsroder Zeitung 20.06.2016)

„Die Armut kommt erst noch“

SoVD-Kreisverband Heidekreis fürchtet um Renten für Geringverdiener

 

Die Lage der Rentner im Heidekreis ist nach Einschätzung des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) nicht schlecht. Die Menschen könnten sich in der Regel noch ein Auto leisten und auch jedes Jahr in den Urlaub fahren, sagt Jürgen Hestermann, Vorsitzender des Kreisverbandes mit 7300 Mitgliedern.

Bei der Frage, ob auch eine zweite Urlaubsreise drin sei, meldet der Hodenhagener hingegen Zweifel an. Insbesondere für Rentner, die im Erwerbsleben wenig in die Rentenkassen einzahlen konnten, oder verwitwete Frauen, die vom Verdienst ihres Mannes lebten, sieht Hestermann Probleme in der Finanzierung des Lebensunterhalts.

Der SoVD-Kreisvorsitzende erwartet, dass sich die Lage für Geringverdiener noch weiter zuspitzt: „Ich glaube, dass mit der Armut kommt erst noch.“ Wie andere Verbände befürchtet der Sozialverband einen Anstieg der Altersarmut wegen zunehmender Lücken in den Erwerbsbiografien durch Arbeitslosigkeit und Niedriglöhne. Dass die Lebenserhaltungskosten steigen, die Renten aber selten erhöht werden, verschlimmere die Perspektiven, so Hestermann.

Der Pressesprecher, Klaus Müller, hat eine große Verunsicherung der Menschen in Bezug auf die Rente ausgemacht. Das Angebot des SoVD zur Rentenberatung werde immer mehr in Anspruch genommen, sagt er. Oft gehe es um Erkrankungen und die zunehmend ablehnende Haltung der Kassen im Hinblick auf die Kostenübernahme.

Hestermann sieht die Menschen mehr denn je zur Rentenvorsorge gefordert. „Aber wie soll ein Minijobber noch Vorsorge betreiben?“, fragt er sich. Der Sozialverband spricht sich dafür aus, die Rentenversicherung umzubauen. Es sollten alle Erwerbstätigen einbezogen werden, die bisher nicht in einem verpflichtenden Alterssicherungssystem versichert sind.

(Pressesprecher SoVD-Heidekreis Klaus Müller)

(Erschienen - Böhme Zeitung 02.06.2016)