November 2016

Jeder Achte in Deutschland hört schlecht

Das „bestmöglichste Hörgerät“ müsste heute von den Krankenkassen zur Verfügung gestellt werden. Darum ist nach einer Entscheidung der Sozialgerichte 2013 der Förderbetrag auf fast das Doppelte gestiegen. Natürlich könnten nicht alle Finessen, die ein Hörgerät heute anzubieten hat, berücksichtigt werden, aber sieben von zehn Personen wären damit zufrieden. Das Telefon über das Hörgerät zu steuern, per App mit dem Gerät umzugehen, es gibt vieles mehr, was den heutigen Komfort des Gerätes angehe, aber das würde dann mehr Geld kosten. Das Hörgerät im Ohr gibt es fast gar nicht mehr, einen breiten Raum nehmen die Geräte außerhalb des Gehörs ein. Gegen Feuchtigkeit sind sie besonders abgesichert, mit einer bestimmten Schicht überzogen. Hörgeräte für alle sind heute komfortabel geworden. KIND berät in seinen Fachgeschäften in Hörstudios, empfiehlt und begleitet seine Kunden in fast 700 Fachgeschäften. Das Unternehmen, in Großburgwedel beheimatet, beschäftigt über 2000 Mitarbeiter und ist in 65 Ländern weltweit zuhause. Erfahrung und Neuentwicklungen zeichnen das Unternehmen weltweit aus. SoVD-Kreisverband bot interessanten Fachvortrag an - „Ein KIND im Ohr…und in Benefeld“ Benefeld/Heidekreis (mü). Es war beim besten Willen keine Werbeveranstaltung für KIND-Produkte, die in der SoVD-Begegnungsstätte in Benefeld eines der wichtigsten Gesundheitsthemen unserer Zeit, den immer mehr auftretenden Hörproblemen schon im jüngsten Alter und erhielten wichtige Tipps für den Einsatz von Hörgeräten verschiedenster Art. „Unsere Hörprobleme stehen in unserer eigenen Gesundheitsvorsorge immer noch hintendran. Wir können unser stattfand. Über 30 Gäste verfolgten allerdings sehr gebannt einem Vortrag des KIND-Stabstellenleiters Entwicklung und Forschung, Martin Kinkel, über Leben, die Qualität unseres Lebens auch im Alter durch den vernünftigen Einsatz von Hörgeräten auf jeden Fall verbessern.“ - Kinkel, hatte Prominenz mitgebracht. Firmenchef Martin Kind war nach Benefeld mitgekommen und wurde von SoVD-Kreisvorsitzenden Jürgen Hestermann besonders herzlich begrüßt. Jeder Achte der Bevölkerung leide heute an Hörschwäche. Ursachen seien vor allem der Lärm, Hörschwankungen im Alter und Ohrenentzündungen sowie Hörschwächen, die von Geburt an auftreten. Seit einiger Zeit gebe es darum schon bei Säuglingen entsprechende Untersuchungen. Vor allem höhere Töne seien betroffen. Man verstehe manche Sätze dann nur noch in „Etappen“. „Der Fernsehsprecher nuschelt doch heute besonders…“ könnte eine Hörschwäche des Zuschauers sein, „denn eigentlich reden sie alle gleich geschult und gut.“ Szenen, die wir alle aus dem Leben kennen. Dem Vortrag schloss sich eine engagierte Diskussion an. Wer an diesem Nachmittag in Benefeld gewesen war, ging mit vielen neuen Erkenntnissen über ein richtiges Hören nach Hause.

(Bildnachweis: mü)

(Pressesprecher SoVD - Heidekreis Klaus Müller)