März 2018

SoVD in Niedersachsen ist „Verband des Jahres“

14.03.2018

Für Kampagne zum 100-jährigen Jubiläum ausgezeichnet

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen ist von der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) als Verband des Jahres 2018 ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Interessenvertretung und Kommunikation“ gewann der größte Sozialverband des Landes den Preis für seine Kampagne „100 Jahre SoVD. 100 Jahre Solidarität. Ein Blick zurück. Und zwei nach vorne“.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums hat der SoVD eine umfangreiche Kampagne gestartet: Er entwickelte eine Wanderausstellung, die die spannende Geschichte des Verbandes beleuchtet, aber auch Einblicke in die Zukunft gibt. Nach der Eröffnung in Hannover wurde die Ausstellung in ganz Deutschland gezeigt. Begleitet wurde sie von zahlreichen Veranstaltungen in den mehr als 1.000 Orts- und 43 Kreisverbänden des niedersächsischen SoVD. Egal, ob 50 oder 2.000 Mitglieder: Der SoVD beging sein Jubiläum mit Familienfesten, Ausstellungseröffnungen, Festakten und Podiumsdiskussionen. Als exzellent bezeichnete die DGVM-Jury außerdem die Kommunikation zum Jubiläum: Auf Facebook erzählte der Verband persönliche Geschichten, auf Twitter startete er seine Aktion „100 Jahre in 100 Tagen“ und erzählte die komplette SoVD-Historie in täglich 140 Zeichen Jahr für Jahr. Zusätzlich hat der SoVD die Tweets als Broschüre veröffentlicht. Natürlich wurden auch herkömmliche Kommunikationskanäle wie die Internetseite und die Mitgliederzeitung genutzt.

„Wir freuen uns sehr, dass wir von der DGVM als Verband des Jahres ausgezeichnet wurden. Das zeigt, dass wir es schaffen, Tradition und Moderne exzellent zu verbinden. Wir haben die Zukunft fest im Blick, ohne unsere Vergangenheit aus den Augen zu verlieren“, sagt SoVD-Landesgeschäftsführer Dirk Swinke. Besonders stolz sei er darauf, dass alle Ideen und die Umsetzung direkt aus dem Verband gekommen seien.

Die DGVM verleiht die Auszeichnung seit 1997 an Verbände für herausragende Leistungen im Verbandsmanagement. Der Preis steht für Leistungen, die sich vom Durchschnitt deutlich abheben und Verbänden Beispiel sein können, neue Wege zu gehen.

(Bildnachweis:SoVD-LV)

SoVD-Kreisverband Heidekreis lud zum Filmnachmittag ein

15.03.2018

Schneverdingen (mü/kr) Ein großer Erfolg war der Filmnachmittag, zu dem der SoVD-Kreisverband Heidekreis erstmalig einlud. In Zusammenarbeit mit dem SoVD Schneverdingen fand diese Veranstaltung vor kurzem im Schneverdinger Licht-Spiel-Kino statt.  Kreisvorsitzender Jürgen Hestermann konnte dazu fast 50 Gäste aus den Heide-Werkstätten in Soltau und mehrere SoVD-Mitglieder begrüßen.

Die Aufregung und Freude für diesen Nachmittag war jedem ins Gesicht geschrieben. Es wurde der Film "Willkommen bei den Hartmanns" gezeigt. Einerseits war es ein lustiger Film - es wurde sehr viel gelacht - aber auch ein Film mit tiefem Hintergrund. Jürgen Hestermann: Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, die wir als SoVD-Kreisverband wiederholen werden.

(Bildnachweis:kr)

Die Walsroder Ampel-Geschichte- ein dickes Ding

Wenn es ROT wird auf dem Kirchplatz…

Neue Ampeln sorgen für Probleme für behinderte Menschen- SoVD-Kreisverband greift ein

Walsrode(mü). Die neuen Ampeln in der Walsroder Innenstadt machen Probleme und führen möglicherweise zu gefährlichen Verkehrssituationen. Der SoVD-Kreisverband ging Hinweisen seiner  Mitglieder nach und stellte bei einer eigenen Überprüfung fest, dass vor allem blinde Fußgänger in Mitleidenschaft gezogen werden könnten, wenn sie im Bereich der Walsroder Kreissparkasse über die Straße „Am Kirchplatz“ gehen. Das neue durchlaufende „Tackern“ der Ampeln, das dem blinden Menschen mitteilen soll, er könne jetzt gehen, scheint auch aufzutauchen, wenn es noch ROT für den Fußgänger ist. Mitarbeiter der Straßenmeisterei Soltau, die die Anlage in der letzten Wochenende testeten, stellten fest, dass die „Geräuschkulisse“ aller hier vorhandenen Ampeln so unglücklich ist, dass es zu einem Fehlverhalten des Fußgängers kommen könnte. Bei einem Ortstermin in dieser Woche an diesem schwierigen Verkehrspunkt, der auch die Bereiche Brückstraße und Moorstraße aufnimmt, informierten sich Vertreter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr über die Situation.  Auch die  Einmündung Poststraße und der Bereich der Volksbank, wurden in Augenschein genommen. Nach Problemen im Bereich Bergstraße/Neue Straße und an der Einmündung der Oskar-Wolff-Straße in die Moorstraße, wo es teilweise zu heftigen Staus in der Woche durch Ampelausfall kam, wurde geschaut. Das Ergebnis: Es wird etwas getan, es ist teilweise neu eingestellt worden. „Es ist jetzt alles wieder gut,“ meint die Behörde. .

Der SoVD- Kreisverband hatte zunächst das Ordnungsamt der Stadt informiert. In der Stadtverwaltung waren bereits in der letzten Woche immer wieder unterschiedliche Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger wegen der neuen Ampelschaltung eingegangen.

Am schlimmsten und vor allem viel fußgängerunfreundlicher ist aus Sicht des SoVD  der Bereich des Kirchplatzes, Höhe Brückstraße geworden. Hier müssen seit dem Umbau alle Ampeln von den überquerenden Fußgängern betätigt werden, damit sie den fließenden Verkehr ausschalten. „Das war 25 Jahre lang nicht so, und niemand hat ihnen das gesagt.“ Dazu kommt, dass die Ampel vom Kirchplatz Richtung Brückstraße generell auf GRÜN geschaltet wurde, „damit der Verkehr an dieser Stelle zügiger aus der Stadt herausläuft,“ begründet die Staatliche Verkehrsbehörde einen Wunsch vieler Autofahrer. (der allerdings noch nicht berücksichtigt wurde, wie Beobachtungen des SoVD am Wochenende ergaben)

Und dann kommt – immer noch-  dieser gefährliche Moment mit den beiden neuen Taktgeräuschen aus den Ampeln dazu. Die Geräusche der Ampeln vermischen, vermengen sich möglicherweise so, dass es gerade für behinderte Menschen kaum noch wahrnehmbar ist, wann die Überwege frei oder nicht freigeschaltet sind. Dazu: Oftmals werden die Übergänge von Fahrzeugen auch noch bei ROT passiert, ohne Rücksicht auf Verluste.

SoVD- Kreisvorsitzender Jürgen Hestermann, der gemeinsam mit Kreisfrauensprecherin Annette Krämer vor Ort war: „Wir sind es unseren 7600 Mitgliedern verpflichtet, Probleme so schnell wie möglich zu lösen, selbstverständlich auch für alle anderen Fußgänger. Wir erwarten, dass die zuständigen Ämter sofort reagieren.“

 

Werner Niedfeld,  Leiter Fachbereich Betrieb und Verkehr bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehrs, Geschäftsbereich Verden, zuständig für Walsrode, lud nach mehrfachen intensiven Anfragen des SoVD- Kreisvorstandes seit letzter Woche zu einem „nichtöffentlichen“ Behördentermin am Mittwoch in die Kernstadt ein, an dem auch Vertreter der Stadt Walsrode, der Polizei und der betreffenden Firma teilnahmen.

Bereits am Dienstag hatte Niedfeld mitgeteilt, dass „die Signalbaufirma in der vergangenen Woche das Signalprogramm, ohne Rückmeldung mit unserem Haus, geändert hat. Der Fußgängerüberweg werde wieder teilweise automatisch freigegeben. Zudem wurde das akustische Freigabesignal verändert. Diese Veränderungen würden natürlich zu Missverständnissen führen,  die nunmehr ausgeräumt seien bzw. behoben werden sollen.  Werner Niedfeld hatte sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich für die „aktive Mithilfe“ des SoVD bedankt.

 

Landesbehörde mit Ortstermin- Alles nun gut?

Neue Einstellungen – mehr „Luft“ für die Fußgänger- Nachbesserungen der Anlage

Niedfeld erklärte, dass von den Signalmasten ein  akustisches Orientierungssignal zum Auffinden der Anforderungstaster und Signalgeber ausgeht. Dieses Orientierungssignal dürfe nicht mit dem akustischen Freigabesignal verwechselt werden, das parallel zum Grünsignal für Fußgänger ertönt, „wie von Ihnen geschildert.“ Es handele sich um keine Fehlfunktion der Lichtsignalanlage, so Niedfeld. Annette Krämer, Kreisfrauensprecherin des SoVD und Rollstuhlfahrerin im Eigentest: „Wir haben immer noch andere Erfahrungen machen müssen.“ Aber möglicherweise sei dieser Zustand am Mittwoch behoben worden. „Wäre eine tolle Sache zur Sicherheit der Fußgänger.“

Die Signalschaltung  am Knoten Kirchplatz/Brückstraße wurde nach Hinweisen des SoVD vor Ort  geändert . Die Anforderung für das Fußgängersignal erfolge jetzt „passiv“, d.h. de Freigabe für das Fußgängersignal erfolgt automatisch. Das Blindensignal sei dagegen weiterhin separat anzufordern. An der Signalanlage bei der Volksbank sei das Fußgängersignal gesondert anzufordern.   Dies gelte für die optische und die akustische Signalisierung. An der Signalanlage Moorstraße/Poststraße werde das Fußgängersignal im Verlauf der Moorstraße passiv angefordert, also immer geschaltet.  Fußgänger, die die Moorstraße überqueren möchten, haben das Freigabesignal über den Drucktaster anzufordern. Die Störung der Signalanlage  Lange Straße/Oskar-Wolff-Straße konnte in der Zwischenzeit behoben werden.

Die Hinweise bezüglich der Fußgängersignalisierung am Kirchplatz seien bereits umgesetzt worden. Das akustische Freigabesignal werde verlängert. Es sei z. Zt. die Mindestzeit programmiert. Das sogenannte taktile Signal unterhalb des Anforderungstasters zeige nicht die geforderte Intensität und könne nur schwierig wahrgenommen werden. Hier habe der Auftragnehmer  nachzubessern.

Werner Niedfeld: „Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, regionaler Geschäftsbereich Verden, ist bestrebt, die Signalisierung in Walsrode zu optimieren.“ Darum lade die Behörde in Kürze zu einem Gespräch mit den Vertretern des SoVD ein. Die Lichtsignalanlagen im Innenstadtring Walsrode entsprächen den Regeln der Technik,  falsche Signalisierungen und damit verbundene Gefährdungen seien nach Meinung der Landesbehörde ausgeschlossen.

SoVD-Kreisvorsitzender Jürgen Hestermann begrüßt die beabsichtigte Einladung der Landesbehörde an den größten sozialen Verband Niedersachsens: „Wir freuen uns über die Aktivität unserer Mitglieder und versuchen zu helfen.“  Dabei versuche man, im Einvernehmen mit allen Beteiligten eine für alle vertretbare Lösung zu finden. „Trotzdem, wir bleiben am Ball und werden Walsrode weiter eng beobachten.“ 

(Bildnachweis: mü)