September 2018

Einhundert Prozent für den Sozialverband Heidekreis

Einhundert Prozent für den Sozialverband Heidekreis

SoVD-Delegierte wählten ihren neuen Vorstand ohne Gegenstimmen- Fast 7700 Mitglieder

Dorfmark/Heidekreis (mü). Er hat sich in den vergangenen vier Jahren zu einem mächtigen Sozialverband entwickelt, der SoVD-Heidekreis, der einmal anfing, sich neuen Aufgaben zu stellen, die Medien, die neuen wie Facebook und das komplette Internet in den Kreis einziehen zu lassen, sich viele Aktionen ausdachte, die Menschen helfen sollen und seine Belohnung erhält, Tag für Tag, Woche für Woche: 7700 Mitglieder (Jürgen Hestermann, 1. Vorsitzender: „Mein Ziel ist es, die 8000 zu erreichen“) gehören heute dem SoVD-Heidekreis an. 22 Ortsverbände machen großartige Arbeit. Und mehr als 60 Delegierte nahmen an der Kreisarbeitstagung am Samstag teil und würdigten die Arbeit des Kreisvorstandes, indem sie den Vorstand komplett ohne Gegenstimmen wieder wählten.

Der Hodenhagener Jürgen Hestermann wurde für seine intensive Mitgliedsarbeit belohnt- schließlich hatte er in den beiden ersten Jahren seiner Tätigkeit fast alle Ortsverbände besucht, auch manchmal plattdeutsch Vorstandswahlen geleitet und konnte sich jetzt in Dorfmark darüber freuen, dass er einstimmig wiedergewählt wurde.

Neue zweite Vorsitzende wurde die Vorsitzende des SoVD Ortsverband Schneverdingen, Christa Jantzen, Schatzmeisterin die Walsroderin Anneliese Heller, seit Jahren ein verlässlicher „Posten“, neue Schriftführerin die Walsroderin Angela Schwarz und Kreisfrauensprecherin Annette Krämer, die den SoVD Heidekreis gerade mit dem Thema Barrierefreiheit sehr offensiv nach außen vertritt und weitere Aufgaben im Land wahrnehmen soll.  Zu Beisitzern wurden Joachim Heller, Arnold Belz, Herrmann Worthmann und Heinrich Mahken gewählt.

Der Kreisvorstand ehrte auch verdiente Mitglieder, so für 10jährige Mitgliedschaft Horst Rakow und Georg Pech, für 15 Jahre SoVD Angelika Vogel und für 5 Jahre Hans-Joachim Heller. Christel Dietrich, die aus dem Vorstand ausschied, wurde ebenfalls ausgezeichnet.

 

Von der „Posse Soltauer Bahnhof“ bis hin zu den Ampeln in Walsrodes City

„Wir haben einiges auf die Beine stellen können,“ sagt Jürgen Hestermann Rückblick auf die letzten vier Jahre. Da war die „Posse von Soltau“ mit dem Personenaufzug am Bahnhof und der Diskussion mit der Deutschen Bahn, „der wir uns gern gestellt haben“ bis hin zum Intensiv-Gespräch mit der Straßenverkehrsbehörde in Verden, um eine bessere Ampelregelung in der Walsroder Innenstadt zu erhalten. „Wir haben mit der Verkehrswacht Munster einen Kursus durchgeführt und Vorträge des Weissen Ring organisiert.“ Man unterstützte die Maßnahmen des Landesverbandes  mit der Teilnahme an Demonstrationen in Hannover und nahm viele andere gesellschaftspolitische Aufgaben wahr.

Darüber berichtete auch Kreisfrauensprecherin Annette Krämer, die vor allem auf die erfolgreich durchgeführten Equal-Pay-Tage hinwies. Geschäftsstellenleiterin Cora Bartels berichtete, dass die Aufgaben ständig zugenommen hätten. 786 Verfahren und Anträge seien pro Jahr erledigt worden, auch in diesem Jahr wurden zahlreiche Gespräche geführt. Cora Bartels freute sich besonders über die Verlegung der Kreisgeschäftsstelle in die KSK Bad Fallingbostel, eine Aktion, die auch von den Mitgliedern mit Beifall begrüßt wurde.

(Bildnachweis: mü)

„Die Inklusion ist uns besonders wichtig“- SoVD-Landesgeschäftsführer fordert mehr Mut von den Politikern

Dorfmark/Heidekreis(mü). Mit einem kräftigen Appell an die Politiker in Bund und Land für mehr Inklusion und eine bessere Sozialpolitik hat SoVD- Landesgeschäftsführer Dirk Swinke  bei der Kreisarbeitstagung des SoVD-Heidekreis klare Zeichen für die zukünftige Arbeit des größten Sozialverbandes des Landes gesetzt. „Inklusion ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe, dem sich keiner verschließen darf. Dass in den Schulen der Inklusionsgedanke in Niedersachsen zurückgenommen wurde, ist für uns ein deutlicher Rückschritt. Hier müssen wir einiges ändern.“ Geld genug sei da, es müsse nur vernünftig und richtig eingesetzt werden.

Swinke sprach vor fast 80 Delegierten der 22 Ortsverbände des SoVD–Heidekreises, die mehr als 7600 Mitglieder vertreten. Er machte deutlich, dass für den SoVD neben der Inklusion auch die Rentenpolitik, die Pflege und das Sozialrecht wichtige Themen sein werden. Mit seinen 276 000 Mitgliedern landesweit, mit steigenden Mitgliederzahlen in Niedersachsen (Zinke: „Im Gegensatz zur Politik“) sei man eine starke Macht geworden, in der Tradition und Moderne zusammenfinden.

Dirk Swinke lobte die Arbeit des Kreisverbandes, der viele Ideen entwickelt hat und sie vor allem in den Bereichen der Integration und der Barrierefreiheit umsetze. Auch die Veranstaltung des Heidekreis-SoVD zum 100jährigen Bestehen wäre eine Besondere gewesen.

Mit einem Blick nach Berlin forderte Swinke, dass man mehr Entscheidungen für die Menschen im Land benötige.  Er setzte sich für Änderung der Hartz4-Regelungen und damit für eine Änderung der aktuellen Arbeitsmarkt-Politik ein. Und „die Barrierefreiheit ist eine große Herausforderung unserer Zeit.“

Lars Klingbeil: „Demokratie muss gestärkt werden“

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil, der kurz in Dorfmark vorbei schaute, befasste sich mit den aktuellen Vorgängen in Chemnitz. Er sei selbst vor Ort und erschüttert gewesen:  „Wir dürfen nicht wegschauen“, die Demokratie müsse gerade jetzt gestärkt werden. „Wir werden die Grundrechte des Landes verbessern müssen,“ eine hohe Aufgabe für die Politik, die sie sich zu stellen hat.  Und auch das sagte Klingbeil in seinem Kurzreferat: „Wir müssen endlich einmal wieder mehr an unsere sozialen Themen denken und uns nicht immer mit den Flüchtlingen beschäftigen.“  Aktuelle Themen müssten mehr Mobilität für die Menschen, die Breitbandversorgung und die Sicherung der Grundrenten möglichst bis 2040 sein.  Klingbeil lobte ausdrücklich die Arbeit des SoVD-Heidekreises, der sich auf verschiedensten Ebenen der Barrierefreiheit verdient gemacht habe.

 

„Beide Krankenhäuser erhalten“

„Wir wollen die beiden Krankenhäuser im Heidekreis erhalten“, so Sebastian Zinke, SPD- Landtagsabgeordneter, in seinem Grußwort in Dorfmark. Der Landespolitiker aus Bomlitz sprach über die anstehenden Aufgaben in der Landespolitik. Die stellvertretende Landrätin  Claudia Schiesgeries hob die Bedeutung des SoVD für den Heidekreis hervor.

(Bildnachweis: mü)