Januar 2019

Entgeisterte Gesichter beim SoVD Heidekreis: „Das geht gar nicht“.

Rethemer Rathaus mit vielen sozialen (Bau-)-Problemen-  Das Erdgeschoß soll barrierefreier werden

 

Rethem(mü). „Das ist schon heftig, was wir hier erleben,“ sagt SoVD-Kreisvorsitzender Jürgen Hestermann, als er gemeinsam mit seinem Kreisvorstand das Rathaus in Rethem betritt.  Dabei auch Annette Krämer, die mit ihrem Rollstuhl gekommen ist- aber an der nach oben führenden Treppe im Flur des alten,  im Umbau befindlichen Gebäudes scheitert. „Das geht einfach gar nicht mehr.“ Samtgemeinde-Bürgermeister Cort-Brün Voige hat volles Verständnis für die sozialen Belange des SoVD, sagt auch, er hätte lieber ein Rathaus- ein neues- an anderer Stelle gebaut, „denn alle Probleme werden wir hier in diesem Gebäude nicht lösen können,“  muss sich aber nach einem Votum der Bevölkerung für das bestehende Rathaus mit einer „kleinen“ Lösung zufrieden geben.  „irgendwie werden wir den unteren Bereich des Gebäudes barrierefrei gestalten können, auch den kompletten Eingang . Und wir werden zumindest ein „diskretes“ Zimmer für Menschen im Erdgeschoß haben, damit besonders schwierige Themen mit uns mit allen Einwohnern besprochen werden können.“  Irgendwie werde man es schon schaffen.

In dem sehr lebendigen Gedankenaustausch der Rethemer Verwaltung – auch Voiges Vertreter Harm-Dirk Hüppe nahm an dem Gespräch teil- ging es auch um andere soziale Themen in der Stadt. So werden verschiedene Fußgängerwege in der Stadt barrierefreier gestaltet, vor allem vor dem Kindergarten.  „Das haben wir in unseren Planungen vorgesehen“, nach einer Ortsbesichtigung in der Stadt. Und auch aus den Kindertagesstätten in der Samtgemeinde sowie von anderen öffentlichen Einrichtungen gebe es keine Problemfälle zu vermelden. Jürgen Hestermann bat darum, den Verband bei künftigen Planungen der Stadt zu informieren, „damit wir rechtzeitig helfen und unterstützen können, auch im Namen unserer vielen Mitglieder im Ortsverband Rethem.“

(Bildnachweis:mü)

Die Sprungschanze“ bei Beetenbrück – ein Thema ohne glückliches Ende? SoVD-Kreisverband moniert Stelle erneut –„Hier hat sich nichts getan“

Beetenbrück(mü). Kopfschütteln, massives Kopfschütteln beim 1. Vorsitzenden des SoVD-Kreisverbandes Heidekreis, Jürgen Hestermann, als er erfährt, dass die „Sprungschanze“ auf der Landesstraße bei Beetenbrück bereinigt worden sei. So wenigstens ein Sprecher der Landesverkehrsbehörde in Verden auf Rückfrage. „Ich bin gerade wieder dort gefahren, und der Huckel ist immer noch da.“ Und gefährdet vor allem die Motorradfahrer, die diese vielbefahrene Strasse benutzen. Laut „Verden“ sollte diese „Sprungschanze“, wie sie mittlerweile im Volksmund bezeichnet wird, längst verschwunden sein. „Aber nur die Warnschilder, die auf diese Verkehrsbehinderung hinweisen, sind wieder weggenommen worden, sonst hat sich hier nichts verändert.“ Auch SoVD-Kreisfrauensprecherin Annette Krämer, die selbst bei einem schweren Motorradunfall ein Bein verlor und gerade bei diesem Thema mitreden kann, versteht die Welt nicht mehr. „Muss denn hier noch etwas passieren?“

 

Werner Niedfeld, verantwortlich in Verden für diesen Strassenbereich, sagt, er habe nichts mehr gespürt, als er die Straße in diesem Bereich befahren habe. Nach einem Unfall mit einem brennenden Wagen hatte sich ein Loch in die Fahrbahn gefressen. Mehrfach wurde dann, nachdem sich der SoVD-Kreisverband diesem Thema angenommen hatte, probiert, diese Stelle zu reparieren. Auch Warnschilder waren aufgestellt gewesen. Es wurde gefräst und geputzt, und trotzdem ist der Huckel auch für Autofahrer doch deutlich spürbar. Hestermann: „Wir werden am Ball bleiben und immer wieder nachhaken, bis die Stelle wieder ordentlich hergestellt ist. Das Ding muss doch endlich ein Ende haben.“    

(Bildnachweis: jh/kr)

SoVD- Kreisfrauensprecherin Annette Krämer: „Der Umbau der Stadtbücherei ist ein Vorbild für mehr Barrierefreiheit geworden“- SoVD schaut sich in Walsrodes Stadthalle um

Walsrode/Heidekreis(mü). Viel Lob von den Hauptverantwortlichen des SoVD-Kreisverbandes konnte sich Walsrodes „Stadtarchitektin“ Kerstin Heßland bei einer Ortsbesichtigung der neugestalteten Stadtbücherei abholen. Kreisfrauensprecherin Annette Krämer, die nach einem vor vielen Jahren erlittenen schweren Motorrad-Unfall in einem Rollstuhl unterwegs sein muss, prüfte gemeinsam mit SoVD-Kreisvorsitzenden Jürgen Hestermann und Walsrodes Ortsverbands-Vorsitzenden Anneliese Heller die „neue“ Bücherei und war begeistert, „wie sehr hier auch an behinderte Menschen gedacht worden ist.“

Es gab aber auch Hinweise auf weitere Verbesserungsmöglichkeiten, die ältere wie auch jüngere Menschen betreffen. So würde es sich anbieten, wenn die Eingangstüren sich automatisch öffnen könnten. So können die vorhandenen Türen nur mit viel Kraft aufgemacht werden. „Wir arbeiten daran noch,“ sagt Kerstin Heßland, die im städtischen Bauamt hauptverantwortlich für die Planung und Durchführung zeichnet.

Sehr gut gelöst seien neben der Helligkeit in allen Bereichen die neuen Regale, die nicht allzu hoch und damit für jeden zu erreichen sind. Überhaupt seien alle Angebote auch für Rollstuhlfahrer und andere behinderten Menschen gut anzunehmen. Einen dicken Pluspunkt für die Stadt gab es für den neuen Aufzug, der gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen der Bücherei bedient werden kann. Viel Lob gab es auch für die neue Behinderten-Toilette. Annette Krämer: „Ich kann auf meinem Merkzettel sehr viele Kreuze machen. Die Bücherei ist für uns fast perfekt geworden.“

Zurzeit wird die Stadthalle umfänglich renoviert. Sie erhält beispielsweise im Foyer eine neue großzügige und gut erreichbare Behinderten-Toilette mit Wickelraum. Und Kerstin Heßland überraschte mit der Mitteilung, dass dort, wo heute die Behindertentoilette in der Stadthalle angesiedelt ist, eine „Kindertoilette“ entstehen wird. Sicher einzigartig in Walsrodes kommunalen Angeboten und sehr begrüßenswert.

„Kommen Sie sehr gern wieder auf mich zu,“ ermunterte sie den SoVD, der sich über so viel Verständnis für soziale Fragen sehr gefreut hat.

(Bildnachweis: mü)

Mit dem SoVD Kreisvorsitzenden über den Jordan

Jürgen Hestermann ist wohl der erste SoVD Kreisvorsitzender, der seine Mitglieder mit der historischen Schmalspurbahn (600 mm) „Wilde Erika“ über den Jordan (Nebenfluss der Böhme) zwischen Altenboitzen und Hollige West fahren kann.

 

So bietet der 1. Kreisvorsitzende allen Ortsverbänden die Fahrten, mit Anmeldung, ab dem Frühjahr an.

Der Fahrpreis beträgt 8 € und dauert: Hin- und Rückfahrt regulär 75 Minuten. Die „Sonderfahrten“ mit dem 1. Kreisvorsitzenden können durch eine Kaffee Pause in Hollige West ca. 2 Stunden dauern.

Der offenen Wagen ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

Die Böhmetalbahn freut sich über viele Anmeldungen.

Info unter: E-Mail: boehmetalbahn@gmx.de Telefon: 05161 5038574

Infos zu den „Sonderfahrten“ auch bei Jürgen Hestermann.

Telefon: 0172 519 436 9

(Bildnachweis: jh)