März 2019

Für Barrierefreiheit hat man in Munster ein sehr offenes Ohr SoVD-Kreisverband besucht Bürgermeisterin Christina Fleckenstein

Munster/Heidekreis(mü). Eine erfreuliche Information für alle Rollstuhlfahrer hatte die Bürgermeisterin der Stadt Munster, Christina Fleckenstein, bis zuletzt aufgehoben, als sie am Mittwochmorgen den Kreisvorstand des SoVD Heidekreis in ihren Räumen zu einem Informationsaustausch empfing: „Unsere Ausflugsfahrten auf den Truppenübungsplatz erfreuen sich einer großen Resonanz. Und für dieses Jahr haben wir uns entschlossen, zusätzlich eine Rolli-Tour anzubieten, einen Kleinbus zu mieten, den wir mit fünf Rollstuhlfahrern besetzen können. Die Mehrkosten sponsert die Stadt.“ SoVD-Kreisvorsitzender Jürgen Hestermann, der gemeinsam mit Kreisfrauensprecherin Annette Krämer und Kreispressesprecher Klaus Müller zu diesem Gedankenaustausch gekommen war, lobte dann auch diese Idee der Munsteraner Stadtverwaltung und zeigte sich über den Verlauf des Gesprächs mehr als zufrieden.

Munster unternimmt sehr viel im sozialen Bereich, war der Eindruck des SoVD-Kreisverbandes an diesem Mittwochvormittag in der Garnisonsstadt. Christina Fleckenstein berichtete über vielfältige Bemühungen der Stadt, für mehr Barrierefreiheit zu sorgen. „Das schaffen wir nicht immer, aber gerade in den Schulen können wir durch eine Umverlegung von betroffenen Klassen barriereärmer werden.“ In Munster fängt alles schon im Rathaus an. Ein barrierefreier Zugang wurde geschaffen, nur unweit von den Behindertenparkplätzen entfernt. Im Haus weist ein Schild auf den Fahrstuhl hin, der in das obere Stockwerk auch Menschen mit Behinderung ohne Probleme führt. „Bei uns kann jedes Büro auch von Rollstuhlfahrern erreicht werden. Gleich zwei Mitarbeiter-innen kümmern sich in der Stadtverwaltung um soziale Themen. „Es hat mich geärgert, dass bei uns immer wieder Menschen auf für sie verbotenen Halteflächen parken,“ sagt Fleckenstein. Also ist der städtische Ordnungsbeamter immer wieder in der Kernstadt unterwegs, um zu überprüfen, und wenn es Sinn macht, die geliebten Knöllchen zu verteilen. Eine Maßnahme, die gerade beim SoVD auf absolute Zustimmung stößt. Hestermann: „Wie oft haben wir schon Fahrzeugführer getroffen, die auf einem ausgewiesenen Behinderten-Parkplatz stehen. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis.

Verständnis gegenseitig hat man an diesem stürmischen Mittwoch bei dem Gedankenaustausch, spricht über weitere soziale Themen wie zum Beispiel den Umbau der mehrgeschossigen Häuser aus den 60er Jahren, die zurzeit von einem Unternehmer aus der Region vorgenommen wird. Er baut in fast jedem von ihm renovierten Gebäude Fahrstühle ein. Und für eine ganze besondere Wohnanlage in der Kernstadt, die in den letzten Jahren senioren- und barrierefrei erstellt wurde.

Christina Fleckenstein berichtet auch über die Bemühungen der Stadt zum Thema Ehrenamt. „Wir werden in der nächsten Woche eine kaum 15jährige Schülerin gemeinsam mit der Kreissparkasse Soltau während der Ratssitzung besonders auszeichnen, weil sie sich schon in ihren jungen Jahren um die Allgemeinheit verdient gemacht hat.“ Das werde die Stadt auch in Zukunft besonders fördern.

SoVD und Stadt beenden nach gut einer Stunde mit positiven Eindrücken voneinander das informative Gespräch und beschließen, auch in Zukunft bei anfallenden gemeinsamen Themen miteinander zu kommunizieren.

(Bildnachweis: mü)

Kreisfrauentag in der Alten Reithalle Soltau

Der SoVD Heidekreis mit seinem Kreisvorsitzenden Jürgen Hestermann und Kreisfrauensprecherin Annette Krämer nutzten den Besuch der Jahreshauptversammlung des SoVD-OV Schneverdingen zu einem kurzen Abstecher nach Soltau, wo sie von der Gleichstellungsbeauftragten Aice Petrik an der Reithalle begrüßt wurde.

Hier fand am Samstag der Kreisfrauentag statt, der von den Soltauer Frauen ausgezeichnet organisiert und durchgeführt wurden.

Eine Veranstaltung, die auch den SoVD sehr beeindruckte. (Bild: Müller).