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Februar 2026

„Equal Pay Every Day – Weil es sich lohnt!“SoVD-Kreisverband Heidekreis beim Equal Pay Day-Bündnis für Niedersachsen

Heidekreis. Am Freitag, den 27. Februar, haben sich 40 Mitglieder des SoVD-Kreisverbandes Heidekreis auf den Weg nach Hannover gemacht, um am bundesweiten Aktionstag für gleiche Bezahlung von Männern und Frauen teilzunehmen.

Das abwechslungsreiche Programm des Aktionstages umfasste eine mitreißende Tanzperformance, einen inspirierenden Poetry Slam sowie politische Gespräche. Auch die Kultusministerin Julia Willie Hamburg war unter den Teilnehmenden und setzte mit ihrem Engagement ein deutliches Zeichen für die Gleichstellung.

Der Aktionstag rückt die geschlechtsspezifische Lohnlücke, den sogenannten Gender Pay Gap, in den Fokus und fordert gleiche Bezahlung für Männer und Frauen. Auch im Jahr 2026 ist die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit noch nicht erfüllt.

Frauen verdienen in Niedersachsen im Durchschnitt 16 % weniger pro Stunde als Männer. Der Equal Pay Day macht diese Ungleichheit symbolisch sichtbar: Bis zu diesem Tag arbeiten Frauen statistisch gesehen unbezahlt, während Männer bereits seit dem 1. Januar entlohnt werden.

(Text: Krämer / Bilder: SoVD)

SoVD-Umfrage: Menschen in Niedersachsen haben Angst vor sozialem AbstiegBesonders Jüngere, Familien und Arbeiter*innen sind besorgt

Hannover. Viele Menschen in Niedersachsen haben Angst vor einem sozialen Abstieg. Das zeigt eine repräsentative Umfrage, die der Sozialverband Deutschland (SoVD) beim Meinungsforschungsinstitut Civey in Auftrag gegeben hat. Angesichts der Zahlen fordert der Verband von der Landespolitik schnelle Maßnahmen unter anderem in den Bereichen bezahlbarer Wohnraum und Bekämpfung von Niedriglöhnen, um den niedersächsischen Bürger*innen wieder bessere Zukunftsaussichten zu ermöglichen.
Steigende Mieten, hohe Lebenshaltungskosten und schlechte Arbeitsbedingungen – all das führt bei den Menschen in Niedersachsen zu Zukunftsangst. Über 35 Prozent der Befragten der SoVD-Umfrage blickt mit Sorge auf das Jahr 2026 und fürchtet, weniger Geld zur Verfügung zu haben und weniger am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Besonders Jüngere, Familien und Arbeiter*innen haben Angst vor einem sozialen Abstieg.
„Diese Zahlen müssen ein Alarmsignal für die Landespolitik sein. Offenbar sind viele der Befragten der Meinung, dass sich ihre Zukunftsperspektiven verschlechtern und zweifeln politische Entscheidungen an“, betont Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen und ergänzt: „In unserem Beratungsalltag merken wir immer wieder, dass die Bürger*innen verunsichert sind und die derzeitigen politischen Maßnahmen als sozial ungerecht empfinden.“
Aus Sicht des größten Sozialverbands in Niedersachsen muss sich dies dringend ändern. „Wir brauchen gerade vor Ort mehr Unterstützung für die Menschen in Niedersachsen. Die Landesregierung muss endlich den Niedriglohnsektor nachhaltig bekämpfen und beim sozialen Wohnungsbau den Turbo anwerfen“, fordert Swinke. Aber auch in den Kommunen müsse mehr passieren, damit die Bürger*innen gut leben können. „Wir brauchen gute und verlässliche Bus- und Bahnverbindungen sowie eine bessere medizinische Versorgung in den Gemeinden. Auch die Bereiche Bildung und Jugend müssen ernster genommen werden“, sagt der Vorstandsvorsitzende. Gerade im Hinblick auf die Kommunalwahl im September dieses Jahres sei es wichtig, den Menschen wieder das Vertrauen in die Politik zurückzugeben.
Statistische Angaben bei Erhebungen mit regionalen Ergebnissen
Civey hat für den Sozialverband Deutschland vom 29.01. bis 31.01.2026 online 5.000 Bundesbürger*innen ab 16 Jahren befragt. Die Ergebnisse auf Ebene der Bundesländer sind repräsentativ auf Basis einer modellbasierten, statistischen Methode für kleine Datenräume. Der statistische Fehler auf Ebene der Bundesländer liegt bei 6,2 Prozentpunkten. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier.

„Jugendliche stärken“: Online-Plattform informiert Schüler*innen zu Umgang mit psychischen ProblemenFörderung von Zusammenhalt und Diversität

Heidekreis (SoVD). Mobbing, Gewalterfahrung, Leistungsdruck in der Schule – wenn Kinder und Jugendliche psychische Probleme haben, kann das verschiedene Auslöser haben. Um Betroffenen und Mitschüler*innen altersgerecht und übersichtlich Informationen rund um das Thema mentale Gesundheit zur Verfügung stellen zu können, hat die Medical School Hamburg (MSH) in Zusammenarbeit mit Expert*innen die Online-Plattform „Jugendliche stärken“ ins Leben gerufen. Alles Wichtige dazu weiß der der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Fallingbostel. .

Woran erkenne ich, dass ein*e Mitschüler*in psychische Probleme hat? Wie soll ich reagieren und wie kann ich helfen? Wo finde ich Hilfe? Um derartigen Fragen begegnen und Schüler*innen altersgerecht, niedrigschwellig und übersichtlich Informationen zur Verfügung stellen zu können, hat die MSH in Kooperation mit Sozialarbeiter*innen und Psycholog*innen die Online-Plattform „Jugendliche stärken.Gemeinsam stark in der Schule: Für dich. Für Andere“ entwickelt. Sie ist unter www.jugendlichestaerken-niedersachsen.de zu finden.

Obwohl sich die Inhalte vornehmlich an Schüler*innen zwischen 14 und 19 Jahren richten, finden dort auch Lehrkräfte und Eltern hilfreiche Auskünfte. „Mit kurzen, erklärenden Texten und Videos informiert die Webseite unter anderem zu mentaler Gesundheit, Ursachen psychischer Belastungen und konkreten Unterstützungsmöglichkeiten“, weiß Carola Rauch aus dem SoVD-Beratungszentrum in Bad Fallingbostel. Ziel sei es, den Blick Jugendlicher auf- und füreinander zu schärfen, den Umgang mit psychischen Problemen zu lernen und Mittel an die Hand zu geben, sich selbst zu stärken.

Bei weiteren Fragen zum Thema Gesundheit stehen die Berater*innen des SoVD in Fallingbostel gerne zur Seite und unterstützen zudem bei Antragstellungen.

Menschen mit Behinderung bei Notrufen nicht vergessen„Tag des Notrufs“ am 11. Februar 2026

Hannover. Vor allem für Menschen mit Behinderung, die nicht sprechen oder hören können, ist es wichtig, dass Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste barrierefrei erreichbar sind. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht hier noch deutlichen Nachholbedarf und fordert von der Politik, die Barrierefreiheit auszubauen und bestehende Lösungen bekannter zu machen.
Nach Auskunft der Telekom benötigen täglich 72.000 Menschen Hilfe und wählen den Notruf. Doch was passiert, wenn Menschen aufgrund einer Akutsituation, einer Sprach-oder Hörbehinderung oder geringer Sprachkenntnisse nicht telefonieren können? „Dann gibt es zum Beispiel ‚Nora‘, die Notfall-App der Bundesländer, die einen Notruf absetzt, auch wenn man nicht sprechen kann. Das Problem: Viele Menschen kennen das Angebot nicht“, erläutert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Das Land müsse viel stärker die Werbetrommel rühren und dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen die App nutzen. „‚Nora‘ ist eigentlich für alle Menschen eine wichtige Unterstützung im Notfall, vor allem aber für Menschen mit einer entsprechenden Behinderung“, so Swinke weiter.
Der Vorstandsvorsitzende macht aber auch deutlich, dass dabei diejenigen, die Schwierigkeiten mit einer solchen digitalen Lösung haben, nicht vergessen werden dürfen. „Barrierefreie Zugänge zum Notruf müssen für alle möglich sein, egal, ob sie eine Behinderung haben oder nicht, und egal, wie alt sie sind oder wie gut sie Deutsch sprechen. Deshalb sind neben der App auch weitere barrierefreie Angebote wie Text-, Video- oder Gebärdensprach-Notrufe und analoge Dienstleistungen wie der Hausnotruf wichtig und müssen ausgebaut werden“, fordert der Vorstandsvorsitzende und ergänzt: „Wir haben in den vergangenen Wochen zum Beispiel durch den Strom-Ausfall in Berlin gesehen, dass Katastrophen unvorhergesehen eintreten können. In solchen Situationen ist es unerlässlich, dass jede*r einen Notruf absetzen kann und Hilfe erhält.“