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September 2026

SoVD Heidekreis wählt Annette Krämer zur neuen 1. Vorsitzenden Viel Lob und Anerkennung für Jürgen Hestermann nach 12 Jahren im AmtLandesvorstand Dirk Swinke ruft Mitglieder zu Geschlossenheit auf

Altenwahlingen/ Heidekreis (mü).  Es war eine sehr harmonische Kreisarbeitstagung mit 91 Delegierten des SoVD-Heidekreis, die am Samstagvormittag nach Altenwahlingen gekommen waren. SoVD-Vorstandsvorsitzender Dirk Swinke dankte einem der tüchtigsten Kreisverbände Niedersachsen für vier Jahre Ehrenamt und spornte die Mitglieder auf, weiter für die Mitmenschen am Ball zu bleiben. Der SoVD- Heidekreis hat heute 8500 Mitglieder in 19 Ortsverbänden- von Lindwedel bis Schneverdingen. Er leistet tagtäglich viel Arbeit, gerade für ältere Menschen und hilft, wo er nur helfen kann. Unter dem Motto „FÜR MEHR MITEINADER“ löst er gerade in dieser schwierigen Zeit viele soziale Aufgaben.

Vier Stunden dauerte die Versammlung. Vorsitzender Jürgen Hestermann zog eine kurze Bilanz. Das Highlight sei für ihn die Übergabe eines kräftigen Schecks an Dr. Adari gewesen. Auch die vom SoVD angebotenen Busfahrten zu den Basketballern kamen großartig an. Annette Krämer, 2. Vorsitzende, erinnerte an viele eindrucksvolle Aktionen des Verbandes in den vergangenen Jahren und hob ihre Arbeit als Kreisfrauensprecherin besonders hervor. “Wir haben viel geschafft,“ sagt die Ahldenerin, die ihr Leben dem Sozialverband verschrieben hat.

Höhepunkt des Vormittags war die Neuwahl des Vorstandes. Annette Krämer löste dabei Jürgen Hestmann als 1. Vorsitzende ab. Zweiter Vorsitzender wurde Udo Radtke aus Lindwedel, Katja Ahrens aus Rethem wurde Schatzmeisterin und Heidi Bogun aus Soltau Kreisfrauensprecherin sowie Sabine Janzen aus Tewel Schriftführerin. Einige neue Gesichter im Vorstand- aber das ist sicher gut so.

Geehrt wurden für fünf Jahre Mitgliedschaft Hannelore zum Berge, für 10 Jahre Ingrid Zündorf, 15 Jahre Edelgard Meyer-Gellersen und für 20 Jahre Margrit Hölscher. Ein besonderer Dank galt Anneliese Heller, die viele Jahre Schatzmeisterin des Verbandes war. Auch Renate Dornbluth die lange Jahre Revisorin war wurde geehrt. 

Mit der Soltauer „Lebensbrücke“ und dem „Ambulanten Hospizdienst“ aus Walsrode dankte der SoVD-Kreisvorstand mit zwei Schecks im Wert von insgesamt 3000 Euro. 

(Bildnachweis: Müller, Plesse, Krämer)

SoVD zum Tag der pflegenden Angehörigen: Pflege braucht mehr Rückhalt

Michaela Engelmeier, SoVD-Vorstandsvorsitzende: „Pflegende Angehörige halten unser Pflegesystem jeden Tag am Laufen. Wer sie sie entlasten möchte, darf ihre Absicherung nicht kürzen und Pflegebedürftigen den Zugang zu Leistungen nicht erschweren“ 

Berlin. Zum Tag der pflegenden Angehörigen am 8. September fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) mehr Unterstützung für die Millionen Menschen, die Angehörige zu Hause pflegen. „Pflegende Angehörige halten unser Pflegesystem jeden Tag am Laufen. Wer sie sie entlasten möchte, darf ihre Absicherung nicht kürzen und Pflegebedürftigen den Zugang zu Leistungen nicht erschweren“, erklärt die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier. Viele Pflegende reduzieren ihre Erwerbstätigkeit und nehmen dadurch finanzielle Nachteile bis hin zu Nachteilen für die eigene Alterssicherung in Kauf.

Der erste Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes sieht eine deutliche Kürzung der Rentenbeiträge vor. Der SoVD begrüßt die nun angekündigte Kurskorrektur bei den

Rentenbeiträgen für pflegende Angehörige. Doch weitere Korrekturen sind notwendig. Der SoVD lehnt eine Verschärfung der Schwellenwerte und der Bewertungssystematik bei der Pflegebegutachtung ebenso ab wie eine Streckung der Zuschüsse zu den pflegebedingten Eigenanteilen in der stationären Pflege. Pflegebedürftigkeit darf nicht kleingerechnet und notwendige Entlastung nicht hinausgeschoben werden. 

„Pflegende Angehörige brauchen mehr Unterstützung und eine verlässliche soziale Absicherung“, betont Engelmeier. Der SoVD fordert deshalb den Ausbau von Tages- und Verhinderungspflege, ambulanten Diensten und Beratungsangeboten. Zudem braucht es angemessene Pflegezeiten mit einer Entgeltersatzleistung analog zum Elterngeld sowie eine bessere rentenrechtliche Absicherung. Wer Verantwortung für einen pflegebedürftigen Menschen übernimmt, darf dadurch nicht selbst finanziell ins Abseits geraten.

SoVD fordert mehr Hilfe für alkoholgeschädigte Kinder„Internationaler FASD-Tag“ am 9. September

Hannover. Alkohol in der Schwangerschaft führt zu irreversiblen Schädigungen beim ungeborenen Kind. In Deutschland leben etwa 800.000 Menschen, deren Mütter getrunken haben und die deshalb von Fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) betroffen sind. Anlässlich des „Internationalen FASD-Tags“ am 9. September weist der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen darauf hin, dass dringend eine bessere Versorgung und mehr Beratung benötigt wird, damit diese Behinderung nicht weiter unsichtbar bleibt und stigmatisiert wird.
Wenn Frauen in der Schwangerschaft Alkohol trinken, kann es beim Kind zu Schädigungen des zentralen Nervensystems und des Gehirns kommen. Auch körperliche Einschränkungen sind möglich. Obwohl etwa 800.000 Menschen – davon rund 130.000 Kinder – in Deutschland FASD haben, sind Diagnostik, Beratung und Unterstützung noch längst nicht flächendeckend gewährleistet. „Das größte Problem ist, dass es für Niedersachsen gar keine verlässlichen Zahlen gibt. Wir wissen also gar nicht, ob alle richtig versorgt werden“, kritisiert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Gleichzeitig seien spezialisierte FASD-Beratungsstellen und insbesondere Diagnostikzentren stark nachgefragt. „Der erste Schritt muss deshalb sein, den Unterstützungsbedarf systematisch zu erfassen und dann die Strukturen entsprechend auszubauen“, fordert er.
Zudem müsse es eine spezialisierte ärztliche Versorgung für die Betroffenen geben. „Dass diese bislang nicht ausreichend vorhanden ist, hängt auch mit der Stigmatisierung von FASD zusammen“, erläutert der Vorstandsvorsitzende. Da FASD eine unsichtbare Behinderung sei, werden die tatsächlichen Auswirkungen oft falsch eingeschätzt. „FASD-Erkrankte können erhebliche Probleme haben, ihren Alltag zu organisieren, selbstständig zu leben und zu arbeiten. Hier ist viel mehr Hilfe notwendig. Betroffene müssen ernst genommen und individuell unterstützt werden“, so Swinke. Dies sei gerade für Pflegefamilien von großer Bedeutung, da rund 23 Prozent der Pflegekinder von FASD betroffen sind.
Weitere Infos: Der SoVD in Niedersachsen hat zum Thema FASD eine Folge seines Podcast „Kein Ponyhof – aus dem Alltag einer Sozialberatung“ veröffentlicht. Darin sprechen eine Pflegemutter und eine Betroffene über ihre Erfahrungen. Die Folge ist unter www.sovd-nds.de/podcast abrufbar.