Oktober 2917

Heidekreis-Klinikum informiert auf Einladung des SOVD

17.10.2017

Benefeld/Heidekreis (mü/st). Am letzten Dienstag veranstaltete der Sozialverband (SoVD)-Kreisverband Heidekreis gemeinsam mit dem Heidekreis-Klinikum einen Informationsnachmittag zu den Themen Kardiologie, Allgemeinchirurgie, Alterstraumatologie und Altersmedizin (Geriatrie). Die Veranstaltung kam bei den rund 60 Besuchern sehr gut an.

 

SoVD-Kreisvorsitzender Jürgen Hestermann begrüßte die Zuhörer und Herrn Dr. Kugler, der gleich mit drei Chefärzten und einem leitenden Arzt der Einladung nach Benefeld gefolgt war. Bei einem Besuch im Klinikum hatte der SoVD eine solche Veranstaltung angeregt. „Den Krankenhäusern wolle man die Gelegenheit geben, den Mitgliedern des SoVD und interessierten Bürgerinnen und Bürgern ihre Angebote zu erläutern“, so Hestermann.

 

Dr. Christof Kugler zeigte auf, welchen Weg ein Patient in das Klinikum nehmen kann. In sehr fundierten Vorträgen berichteten dann die vier Mediziner über ihre Arbeit in den Kliniken und gaben wertvolle Hinweise. Chefärztin Dr. Andrea Pomarino klärte über die Behandlungsmöglichkeiten in Soltau in den Bereichen Allgemeine Innere Medizin, Kardiologie und Internistische Intensivmedizin auf. Die altersmedizinischen Angebote in Soltau erläuterte der Chefarzt Andreas Konermann. Das Leistungsspektrum in Walsrode aus den Bereichen Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie Alterstraumatologie stellten der Chefarzt Dr. Carsten Nix und der leitende Arzt Wolfgang Hentschel anschaulich dar. Eine engagierte Diskussion mit vielen Fragen aus der Zuhörerschaft schloss sich an.

98 Prozent der Mitglieder sind mit der Arbeit des SoVD Heidekreis zufrieden

17.10.2017

Landesgeschäftsführer Swinke fordert in Benefeld: „Wir müssen politischer werden“

Heidekreis/Benefeld(mü). „Wir müssen politischer werden. Wir stehen nach diesen Wahlen im Bund und im Land vor neuen schweren Aufgaben, die wir als moderner SoVD meistern werden. Mit unserer ersten Demo überhaupt kürzlich in Hannover haben wir gezeigt, dass wir bereit sind, auch auf die Straße zu gehen, selbst wenn es manchem Politiker nicht gefällt. Trotzdem bleiben wir unparteiisch.“ Es war Dirk Swinke, Landesgeschäftsführer des SoVD Niedersachsen, der die Vertreter der 22 Ortsverbände des SoVD Heidekreis aufrief, gemeinsam neue Wege zu beschreiten. Swinke sprach im Rahmen der Kreisarbeitstagung des größten Sozialverbandes des Heidekreises in der SoVD-Begegnungsstätte Benefeld und erhielt für seinen halbstündigen Vortrag lebhaften Beifall.

Der Landesgeschäftsführer lobte die Arbeit des SoVD-Heidekreises mit seinem tüchtigen Vorsitzenden Jürgen Hestermann an der Spitze, der die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt habe und auf einem sehr guten Weg ist. Mit über 7600 Mitgliedern konnte eine gute Aufwärtstendenz  festgestellt werden. „Und bei der Mitgliederzufriedenheit sind wir in der Champions League,“ freute sich Kreisgeschäftsstellenleiterin Cora Bartels. Man komme auf 98 Prozent und liege damit auf Platz 2 in Niedersachsen. Über 1000 Beratungen wurden im vergangenen Jahr abgehalten, 980 Fälle bearbeitet. Der Umzug in die neue Kreisgeschäftsstelle in der Kreissparkasse Fallingbostel habe sich als sehr positiv erwiesen.

Über zahlreiche Aktivitäten des Kreisverbandes konnte Kreisvorsitzender Jürgen Hestermann berichtete. „Wir konnten sogar die „Posse von Soltau“ lösen, gemeinsam mit den Bundestagsageordneten. Der Fahrstuhl fährt nun endlich wieder. Hestermann kündigte an, dass nach dem Sicherheitstraining in Munster ein weiterer in Beetenbrück stattfinden werde, gemeinsam mit der Verkehrswacht Walsrode. Dazu gebe es Lehrgänge mit dem DRK-Kreisverband Fallingbostel. Am 5. Mai 2018 sei ein Bundesweiter Aktionstag des SoVD geplant, am 19. September 2018 die Kreisverbandssitzung mit Neuwahlen.

Der Kreisverband ehrte abschließend langjährig ehrenamtlich tätige Mitglieder.

Rethems Wahllokale haben den ersten Stresstest bestanden

SoVD-Kreis- und Ortsverband stellten keine Probleme für behinderte Menschen fest

10.10.2017

Rethem (mü). Die fünf Wahllokale der Samtgemeinde Rethem haben den ersten Stresstest in Zusammenhang mit den Landtagswahlen, die am Sonntag durchgeführt werden sollen, bestanden. Bei einer mehrstündigen Besichtigungstour des SoVD-Kreisvorstandes gemeinsam mit Vertretern des SoVD-Ortsverbandes Rethem und mit dem Allgemeinen Vertreter der Samtgemeinde, Harm-Dirk Hüppe, wurden keine Probleme festgestellt. Jürgen Hestermann, SoVD-Kreisvorsitzender aus Hodenhagen und Kreisfrauensprecherin Annette Krämer aus Ahlden: „Alle behinderten Menschen der Samtgemeinde können am Tag zur Wahl gehen. Es war alles perfekt.“ Bis auf einen Behindertenparkplatz, der irgendwo fehlte, gab es kein „Nein“-Kreuzchen auf der Checkliste, die der SoVD entwickelt hat.

Angeschaut wurden die Wahllokale in Rethem – Schulzentrum, im Böhme – Sportlerheim, in Häuslingen - Gemeindehaus, in Rethem-Moor - Dorfgemeinschaftshaus, in Stöcken -Schützenhaus und in Frankenfeld das Feuerwehrhaus.

In der Samtgemeinde haben am Sonntag etwas über 3700 Wahlberechtigte die Möglichkeit, zur Wahl zu gehen. 33 Wahlhelferinnen und –Helfer stehen zur Verfügung. 

Walsrode: Bushaltestellen behindertengerecht umgebaut

Stadt investierte insgesamt rund 65 000 Euro

Walsrode(mü). In den letzten Wochen wurden im Walsroder Kernstadtgebiet sechs Bushaltestellen erneuert und renoviert. Wie Frank-Peter Janke vom Gebäude- und Grundstücksservice der Stadt auf Anfrage mitteilte, seien sämtliche Bushaltestellen behindertengerecht saniert worden, bei dreien wurden die Überdachungen allerdings vollständig entfernt, weil es dort sehr wenig Kundenfrequenz gibt. 

So wurden in der Cordinger Straße, Saarstraße und in der, Hannoversche Straße behindertengerecht Gestaltungen vorgenommen, die Dächer aber abgebaut.

In der Hannoversche Straße, Höhe Klostersee, seien einige Ergänzungen vorgenommen worden. Unter anderem wurden zwei Vitrinen eingerichtet, auf denen über anstehende Veranstaltungen informiert werden kann. Die reetgedeckte Infotafel soll entfernt werden. In der Verdener Straße, Höhe Eckernworth, wurde das Bushaltehäuschen umfassend renoviert. Es wird am besten frequentiert. Besonders Schülerinnen und Schüler nimmt die Haltestelle „Am Hellteich“ auf. Auch wird wurde das Häuschen komplett erneuert.

„Mehr Inklusion- aber ehrlich dabei bleiben“

Landtagskandidaten einig: „Die Anstrengungen müssen verstärkt werden"

Walsrode(mü). Der „Aufhänger“ für ein Pressegespräch des SoVD-Heidekreis am Montag im Restaurant ANDERS war ein „Aufreger“ in der letzten Woche: Die CDU und die FDP hatten die Verordnungen zur Barrierefreiheit aus dem Baugesetz gestrichen und damit für eine heftige Reaktion des niedersächsischen Sozialverbandes gesorgt, der dabei von der SPD unterstützt wurde. In Walsrode machte SoVD-Kreisvorsitzender Jürgen Hestermann vor den anwesenden Landtagskandidaten Gudrun Pieper (CDU), Sebastian Zinke (SPD), Tanja Kühne (FDP) und gegenüber Ellen Gause, die ihren Kollegen Holger Stolz (Bündnis 90/die Grünen) vertrat, mehr als deutlich: „Wir sind völlig unparteiisch. Aber wir vertreten den Gedanken der Inklusion und damit den der Barrierefreiheit. Das kann man mit uns nicht machen.“

Es war dann ein sehr gutes Gespräch, das man führte, fast ohne Parteipolemik, mit interessanten Beiträgen auch des Geschäftsführers der Heidewerkstätten, Gunter Rath und der Lehrerin Frau Rieck aus einer Förderklasse der Südschule, die ihre nachdenklichen Gedanken in die Runde brachten.

Heraus kam ein Konsens aller zur Inklusion, wenn auch aus verschiedenen Sichtweisen. „Wir unterstützen die Inklusion nach wie vor, nur habe man das Thema der Barrierefreiheit erst einmal aus dem Gesetzespaket genommen, weil es „ein so schlechtes Gesetz war und weil wir hier gleich nach den Wahlen heftig aufarbeiten müssen, so Gudrun Pieper. Tanja Kühne unterstützte diese Aussage: Wir wollen uns auf keinen Fall zurückziehen, sondern sehen dringende Notwendigkeiten.“  Gerade in dem Bereich des sozialen Wohnungsbaus auf dem Lande gebe es erhebliche Probleme. „Deshalb kann ich nicht verstehen, warum in Fallingbostel Häuser abgerissen werden sollen.“ Sebastian Zinke monierte, dass für die beiden anderen Parteien wichtiger gewesen sei, die gesetzlichen Vorschriften für Hühnerställe durchzuwinken, als den behinderten Menschen bessere Voraussetzungen zu schaffen. Ellen Gause hatte sich vor allem mit dem Thema „Eltern, Kinder und Inklusion“ beschäftigt und forderte, dass „Inklusion von allen ehrlicher gelebt werde.

Gunther Rath bat die anwesenden Politiker, bei dem Thema „Integration von behinderten Menschen in die Arbeitswelt von Betrieben“ mitzuhelfen und die Behördenvorschriften abzubauen. Meine Mitarbeiter sitzen heute bis zu 80 Prozent am Computer, um schriftliche Arbeit zu machen, die das Amt anfordert. Ich würde es viel lieber sehen, wenn sie sich mehr um die behinderten Menschen kümmern könnten.“ Kirsten Rieck berichtete von großartigen Ergebnissen in der Förderklasse der Schule Süd in Walsrode, klagte aber auch an, dass Lehrer fehlen würden und forderte, dass es einfach gut sei, wenn eine Doppelbesetzung erfolgen würde.

Einig waren sie sich letztlich alle: „Inklusion muss weiter gefördert werden, in vielen Bereichen. Und wir alle unterstützen das, auch nach den Wahlen.

Jürgen Hestermann schlug vor, diese Gesprächsrunde zu gegebener Zeit zu wiederholen. Es gibt noch viele weitere gemeinsame Themen, zum Beispiel das große Gebiet der Pflege.